Parasiten


Wie entwurme ich richtig?
Gerade Welpen sind besonders anfällig für Wurminfektionen. Daher sollten Hundewelpen ab der 2. Lebenswoche und Katzenwelpen ab der 3.Lebenswoche gegen Spulwürmer entwurmt werden. Die Wurmkur sollte dann alle 2 Wochen wiederholt werden, bis 2 Wochen nach Aufnahme der letzten Muttermilch.

Ausgewachsene Hunde und Katzen sollten laut
ESCCAP 4x im Jahr entwurmt werden. Haben die Tiere viel Kontakt zu Nagetieren, Aas oder werden als Jagdhund gehalten, sollten sie sogar monatlich gegen Bandwürmer entwurmt werden. Dies gilt ebenso für Hunde, die viel rohes Fleisch bekommen oder Tiere, die viel Kontakt zu Kleinkindern haben (als Schutz vor Infektion der Kinder...). Neuere Studien jedoch zeigen, dass es bereits Resistenzen gegen Wurmmittel gibt, so dass die Wirksamkeit durch den häufigen Einsatz langsam nachlässt. Zudem konnte anhand von Kotproben bei verdächtigen Tieren herausgefunden werden, dass nahezu 80% der Hunde und Katzen gar keinen Wurmbefall haben und damit auch keine Wurmkur notwendig ist.

Gibt es Alternativen zur regelmäßigen Wurmkur?
Um das individuelle Risiko eines Tieres einzuschätzen, können regelmäßig Kotproben auf Wurmeier untersucht werden. Durch diese Kotproben lässt sich relativ genau ermitteln, ob und wie stark das Tier von Würmern befallen ist. Hierfür ist es wichtig, dass der Kot über drei Tage gesammelt wird und die Probe sollte nicht weniger als 4 Gramm betragen.
In meiner Praxis untersuche ich regelmäßig Kotproben auf deren Gehalt an Wurmeiern und Larven. Auch ich habe die Erfahrung gemacht, dass viele Hund und Katzen keinen Wurmbefall haben.

Für eine pflanzliche Prophylaxe können bestimmte Kräutermischungen zugefüttert werden. Genauere Informationen bekommen Sie auf Anfrage in meiner Praxis.