Zahngesundheit



Hundegebiss:
Die Milchzähne bekommen Welpen im Alter von 4 - 5 Wochen. Mit 3 Monaten beginnt der Zahnwechsel und die Milchzähne werden nach und nach durch die bleibenden Zähne ersetzt. Mit ungefähr einem halben Jahr ist der Zahnwechsel abgeschlossen.
Viele Hunde haben 42 Zähne. zum Vergleich: Menschen besitzen 32 Zähne. Es gibt jedoch einige Hunderassen, bei denen nicht alle Zähne vollständig vorhanden sind.

Katzengebiss:
Katzen bekommen ihre ersten Zähne im Alter von 2 bis 3 Wochen. 3 Monate später werden die Milchzähne Stück für Stück durch bleibenden Zähne ersetzt. Im Alter von 6 Monaten sind dann alle 30 bleibenden Zähne voll entwickelt.

Krankheiten der Zähne bei Hunden und Katzen:
Bei Hunden und Katzen sind die Zähne am häufigsten von Zahnbelägen (Plaque) bedroht. Mit der Zeit lagern die Zahnbeläge Mineralstoffe ein, dieser entwickelt sich zu festem, ockerfarbener bis braungrauer Zahnstein. Durch die Bakterien in der Plaque und im Zahnstein entzündet sich das Zahnfleisch. Dies wird durch eine schmale aber deutliche Rötung (Gingivitis) sichtbar. Anzeichen für Zahnstein sind: Mundgeruch, vermehrtes Speicheln und in extremen Fällen Verweigerung von festem Futter. Im fortgeschrittenem Stadium kann schließlich der gesamte Zahnhalte-Apparat betroffen sein. Diese Krankheit nennt man Parodontitis. Bei Nichtbehandlung können sich die Zähne lockern und ausfallen. Aus meiner Praxiserfahrung weiß ich, dass fast jedes Tier früher oder später Zahnstein entwickelt. Aus tierärztlicher Sicht ist die beste Therapie das Entfernen von Zahnstein mit entsprechendem Instrumentarium in Narkose.

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Als erstes ist eine gründliche Untersuchung der Zähne notwendig.

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Hierbei kann es auch notwendig sein, spezielle Röntgenbilder der Zähne zu machen, um Krankheiten an den Wurzeln erkennen zu können.


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Danach werden die Zähne in Narkose vom Zahnstein befreit, hierbei werden auch die Zahnzwischenräume mit behandelt.

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Am Ende bekommen die Zähne noch eine Politur mit einer fluoridhaltigen Paste…


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… und werden mit Fluorid versiegelt.



Das manuelle Abkratzen von Zahnstein ohne Narkose ist nur in Einzelfällen sinnvoll, da sich der Zahnstein hierbei schnell wieder neu entwickelt und die Zahnoberfläche verletzt werden kann. Gesunde Zähne erreichen wir vor allem durch Prophylaxe. Zum Einen untersuche ich in der Praxis routinemäßig bei jeder Schutzimpfung die Zähne Ihres Tieres. Zum Anderen können aber auch Sie prophylaktisch tätig werden, indem Sie die Zähne Ihres Vierbeiners regelmäßig putzen. Hierfür gibt es spezielle Zahnbürsten und Zahnpasta.
Putzanleitung für die Zähne