Blutegel - alte Therapie neu belebt

Zu den Aus- und Ableitungsverfahren zählen u.a. Baunscheidtismus, Canthariden-Pflaster, Blutegel und der Aderlass. Hierbei soll der Körper von Giften, Schad- und Schlackenstoffen befreit werden.

Blutegel haben in ihrem Speichel u.a. den Wirkstoff Hirudin, der die Blutgerinnung hemmt. Dieser erwünschte Nebeneffekt führt zu einem längerem Nachbluten, wodurch lokale Stauungen gelöst werden können. Aber auch Entzündungshemmer und Schmerzstiller, welche der Egel ebenfalls absondert, führen wieder zu einer schnellen Mobilisation des Gelenkes.
In meiner Praxis verwende ich die Blutegel z.B. bei Gelenkserkrankungen wie Arthrose und Arthritis an. Vor allem bei Hüftgelenksdysplasie helfen die Blutegel wunderbar!

Auch ein Aderlass trägt u.a. zur Entstauung bei. Hierbei wird dem Tier eine größere Menge Blut entnommen, jedoch nur so viel, dass es mittels der körpereigenen Regenerationskraft wieder ersetzt werden kann. Das Blut wird verjüngt, gereinigt und verdünnt, was wiederum in akuten und chronischen Fällen zu Schmerzfreiheit führen kann. Bei der akuten Hufrehe kann ein Aderlass eine deutliche Besserung bewirken.